
Nach dem
>>Pawlowschen Punktreflex-Gesetz< führt
jeder intensive andauernde oder
monoton sich wiederholende Reiz, der durch
entsprechende Nervenbahnen einen bestimmten
Punkt der Hirnrinde erreicht, früher oder
später zu einer zwangsartigen Schläfrigkeit,
vorausgesetzt, dass seine Wirkung
nicht durch einen anderen, intensiveren Reiz
gestört wird.
Deshalb sollte man die Hypnose möglichst in
einem etwas abgedunkelten, ruhigen Raum durchführen, damit
andere Reizeöglichst
abgeschaltet sind. Wird nun ein hypnogener
Reiz durch mehrfach wiederholte
Anwendung so eingespielt, kann die Wirkung
später jederzeit blitzschnell wiederholt
werden.
Es kommt dann zu der so genannten
>>Blitzhypnose<. Tatsächlich bewirkt aber
nicht der Hypnotiseur die Hypnose, sondern
der
Hypnotisierte versetzt sich selbst in
Hypnose, nachdem der Hypnotiseur
in ihm
die Vorstellung von dem Einsetzen der
Hypnose erzeugt hat. Die Hypnose
tritt dann ein, weil der Hypnotisierte sie
erwartet.
Absolute
Voraussetzung für die Hypnose ist nicht nur
die Zustimmung
der Versuchsperson, sondern sie muss vor
allem zutiefst davon überzeugt sein,
dass der Hypnotiseur nur ihr Bestes will.
Diese vertrauensvolle Erwartung der Versuchsperson, dass der Hypnotiseur zu
ihrem Wohl handelt, bestimmt die
Wirksamkeit der Hypnose. Bevor
man eine
Hypnose einleitet, sollte man also in einem
vorbereitenden Gespräch einen Kontakt zur
Versuchsperson herstellen, der eine
Atmosphäre des Verständnisses und der
Sympathie schafft.
Hypnose
und Selbsthypnose
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